Beim Thema OnPage SEO hast du sicherlich die Begriffe Meta Tags und Keyworddichte oft gehört und die Nase voll davon.

Wenn du nach praktischen Tipps suchst, die du auf deiner Seite anwenden kannst, dann wirst du diese Infografik lieben.

Es ist eine simple Checkliste, die dir mit jedem Beitrag, den du veröffentlichst, mehr Traffic einbringt:

Meine Meinung zu den Punkten der OnPage SEO Infografik:

1. Nutze SEO-freundliche Permalink-URLs

Deine URL sollte kurz aber reich an Keywords sein. Meide hässliche URLs wie espresseo-marketing.de/p=123 oder lange URLs wie espresseo-marketing.de/omg-das-ist-der-absolut-beste-post-zu-onpage-seo.

Laut Google haben die ersten 3 – 5 Worte in einer URL die größte Wichtigkeit.

Ich meine, dass die Wichtigkeit von Keywords in den URLs abnimmt, weil Google Methoden wie Hummingbird benutzt, um die Relevanz besser feststellen zu können. In den Suchergebnissen werden die Keywords aber noch immer fett angezeigt.

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Klar wird, dass keywordreiche URLs nach wie vor eine Rolle spielen.

 

2. Ziel = beginne den Title mit dem Keyword

Der Title Tag ist der wichtigste Faktor bei der OnPage SEO. Deshalb solltest du auch darauf achten, wo im Title sich dein Keyword befindet.

Je näher am Anfang sich das Keyword befindet, desto besser ist es.

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Du musst dein Keyword nicht unbedingt am Anfang positionieren. Wenn es ein wichtiges Keyword ist, sollte es sich aber am Anfang oder nah am Anfang befinden.

3. Blende mit Multimedia

Purer Text bringt dich nicht weit. Mit Bildern, Infografiken, Videos und Statistiken reduzierst du die Absprungrate und erhöhst die Besucherzeit: zwei kritische Ranking-Faktoren.

Du hast sicherlich bemerkt, dass ich hier jede Menge Bilder, Diagramme und Screenshots nutze. Der Grund dafür ist, dass ich fest daran glaube, dass es meinen Content viel besser macht.

Der SEO-Nutzen ist hervorragend: Multimedia hilft dir dabei die User-Interaction Signale zu erhöhen, auf die Google großen Wert legt. Multimedia verbessert auch die Wert-Warnehmung deines Contents, was bedeutet, dass deine Besucher eher auf deine Inhalte und Seiten verlinken.

 

4. Nutze ausgehende Links

Das ist eine einfache White Hat SEO Strategie, um den Traffic zu erhöhen. Ausgehende Links zu relevanten Seiten helfen Google dabei, das Thema deiner Seite herauszufinden. Außerdem erfährt Google so, dass deine Seite ein Zentrum für hoch qualitative Informationen ist.

Der größte Fehler, den ich im Internet sehe ist, dass Leute keine ausgehenden Links setzen. Normalerweise pflege ich pro 1.000 Worte rund 2 – 4 ausgehende Links ein. Das ist ein guter Maßstab für die meisten Seiten.

Vergiss nicht, dass die Qualität der Seiten, auf die du verlinkst, die Qualität deiner Seite widerspiegeln. Verlinke deshalb auf seriöse Authority-Seiten, falls das möglich ist.

 

5. Streue dein Keyword in die ersten 100 Worte

Dein Keyword sollte in den ersten 100 – 150 Worten vorkommen.

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Das ist etwas, das du wohl von Natur aus tust.

Viele Leute schreiben aber oft eine lange und zermürbende Einleitung und setzen ihr Keyword erst in der Mitte ihres Textes. Es ist besser, wenn das Keyword am Anfang vorkommt. So erkennt Google, worum es eigentlich geht.

6. Setze deinen Title in einen H1 Tag

Der H1 Tag ist der “Headline Tag”. Die meisten CMS, wie etwa WordPress, setzen deinen Title automatisch in H1. Falls das der Fall ist, bist du gut beraten. Einige Themes ändern dies aber leider. Prüfe deshalb den Code deiner Seite, um herauszufinden, ob dein Title auch wirklich die H1-Liebe bekommt, die er verdient.

Ich nahm an, dass WordPress meine Title automatisch mit dem H1 Tag versieht, bis ich mir den Code meiner Seite ansah. Dann musste ich feststellen, dass einige Themes auch andere Bereiche mit dem H1 Tag versehen, um die Textgröße anzupassen. Das war beispielsweise bei meiner “Angebot anfordern”-Seite der Fall:

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Wichtig ist, dass du deine Seite über den Code überprüfst (Strg+U) und sich darin nur ein H1 Tag befindet. In diesem sollte dein Keyword enthalten sein.

7. Ladezeiten verringern

Google hat gesagt, dass die Ladezeiten von Webseiten ein wichtiger Rankingfaktor sind. Du kannst deine Ladezeiten verringern, indem du ein CDN (Content Delivery Network) benutzt, Bilder komprimierst oder auf einen schnelleren Hoster wechselst.

Stelle sicher, dass es nicht länger als 4 Sekunden dauert, bis deine Seite geladen ist: MunchWeb fand heraus, dass 75 % der Besucher nicht zurückkommen, falls die Seite länger als 4 Sekunden lädt.

Du kannst mit GTMetrix.com die Ladezeit deiner Webseite prüfen:

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CDN und Cache Plugins sind nicht schlecht. Das beste, was du tun kannst, um deine Ladezeiten maximal zu verringern: in Premium-Hosting investieren. Hostgator und Bluehost bieten viel Qualität für das Geld, jedoch sind diese Hoster hinsichtlich Ladezeiten nicht optimal.

Meine Ladezeiten sind von 6 Sekunden auf 3 gefallen, als ich von meinem 5-Dollar-Hoster auf einen Premium-Hoster umgestiegen bin (wint.global). Hinsichtlich Conversions und SEO kann das Preis-Leistungs-Verhältnis des Premium-Hostings nicht geschlagen werden.

8. Füge Bestimmungswörter in den Title ein

Bestimmungswörter wie “2016”, “beste”, “Anleitung”, und “Test” helfen dir dabei für Long-Tail-Versionen deines Hauptkeywords zu ranken.

Das ist ein hervorragender Trick, um Long Tail Keywords mit einzuschleusen.

Wie du sicherlich bemerkt hast, habe ich den Title dieses Beitrags schön lang gestaltet: “OnPage SEO: die Anatomie einer perfekt optimierten Seite”.

Diese Bestimmungswörter targeten kein spezifisches Long Tail Keyword. Der Title zieht aber trotzdem mehr Besucher an als ein einfaches “OnPage SEO”.

9. Nutze Teilen-Buttons für soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke spielen keine direkte Rolle beim Ranking deiner Webseite. Wird dein Content aber in sozialen Netzwerken geteilt, fallen viel mehr Blicke auf darauf. Und je öfter dein Content “geliked” wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auch verlinkt wird. Sei also nicht schüchtern und füge Buttons für soziale Netzwerke ein.

Eine Studie von BrightEdge fand heraus, dass Teilen-Buttons für soziale Netzwerke die Wahrscheinlichkeit, dass dein Content geteilt wird, um 700 % steigern.

Teilen-Buttons für soziale Netzwerke sind (noch) kein wichtiger Ranking-Faktor bei Google. Teilen-Buttons für Facebook, Twitter und Google+ können und werden dir aber indirekt Besucher bringen und dein Ranking verbessern.

10. Veröffentliche lange Beiträge

Das SEO-Sprichwort “lenght is strenght” wird von der SERPIQ.com Branche bekräftigt. Diese fand heraus, dass längerer Content viel häufiger in den Top-Ergebnissen und auf der ersten Seite der Suchergebnisse auftritt.

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Ziel auf mindestens 2.000 Worte ab, wenn du ein Keyword targetest.

Wenn ich einen Artikel schreibe, lautet die Regel, dass er mindestens 1.000 informative und zusammengefasste Worte enthalten muss.

Längerer Content hilft dir dabei, für dein Keyword besser zu ranken und bringt mehr Long Tail Traffic. Für alle ein Gewinn.

11. Reduziere die Absprungrate

Die Absprungrate ist die Zahl der Besucher, die deine Seite sofort nach dem Aufschlagen wieder verlassen. Wie gut kann eine Seite sein, wenn sie sofort wieder verlassen wird? Falls die Absprungrate zu hoch ist, wirkt sich das natürlich nicht sonderlich gut auf die Rankings aus.

Die Absprungrate ist nicht der größte Faktor für das Ranking, jedoch spielt sie trotzdem eine Rolle. Indem du interne Links am Anfang einfügst, kannst du die Absprungrate minimieren und die Besuchszeit erhöhen.

Meiner Meinung nach sind Leute klickfreudiger, wenn sie gerade erst einen Artikel aufschlagen und weniger, wenn sie weiter im Artikel sind. Deshalb solltest du zu Beginn ein oder zwei Links einfügen, um den Besucher zu halten und die Absprungrate zu reduzieren.

12. Verstreue LSI Keywords

LSI Keywords sind Synonyme, die Google nutzt, um die Relevanz (womöglich auch die Qualität) einer Seite zu bestimmen.

Ich mache mir über LSI Keywords keine großen Gedanken, weil ich echt langen Content schreibe.

Langer Content erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass in deinem Content automatisch LSI Keywords vorkommen.

Wenn du zu 100 % sichergehen möchtest, dass du LSI Keywords integriert hast, such in Google nach deinem Keyword und scrolle herunter zum Punkt “Verwandte Suchanfragen zu…” am Ende der Suchergebnisse.

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Füge ein oder zwei der Begriffe in deinen Post mit ein.

Hier hast du noch weitere Punkte, die nicht in die Infografik passten:

Qualitativer Content: Ich weiß, dass du die Nase voll davon hast, ständig “qualitativen Content” zu hören.

Auch wenn Suchmaschinen keine direkte Möglichkeit haben, die Qualität des Contents zu bestimmen, so haben sie allerlei indirekte Methoden, vor allem Angaben der Benutzererfahrung wie

  • Wiederkehrende Besucher
  • Chrome Bookmarks
  • Besuchszeit
  • Verweilzeit (gleich mehr dazu)

In anderen Worten: großartiger Content kann dir nicht schaden. Deshalb gibt es keinen Grund wahnsinnig guten Content NICHT zu veröffentlichen.

Verweilzeit: “Die Absprungrate ist nicht der größte Faktor für das Ranking, jedoch spielt sie trotzdem eine Rolle”.

Warum?

Google differenziert zwischen “short clicks” und “long clicks” (auch bekannt als Verweilzeit). Dabei wird berechnet, wie lange sich ein Besucher auf einer Seite befindet, ehe er den Zurück-Button klickt.

Wenn der Besucher den Zurück-Button sofort klickt, heißt das, dass der Content schlecht ist.

Du kannst dem vorbeugen, indem du langen und interessanten Content schreibst, der den User dazu bewegt, zu bleiben und zu lesen.

Indem du die Verweilzeit vergößerst, zeigst du Google, dass der Besucher einen Wert auf der Seite hatte, die er besuchte.

Interne Links: Interne Verlinkungen sind SOWAS von Geld. Wenn du sehen möchtest, wie du richtig intern verlinkst, schau dir Wikipedia an.

Dort werden alle keywordreichen Einträge intern verlinkt:

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Weil es Wikipedia ist, kommen sie problemlos mit über 50 Links pro Seite davon. Ich empfehle dir aber eine sicherere und einfachere Vorgehensweise: setze in jeden neuen Artikel zwischen 3 und 5 interne Links auf ältere Artikel.

H2 und H3 Tags: ich meine, dass H2 und H3 Tags keine große Rolle spielen. Setz dein Keyword aber sicherheitshalber trotzdem in einen H3 oder H2 Tag, der Lesbarkeit wegen.

Bildoptimierung: den Traffic der Google Bildersuche empfinde ich als wertlos (hohe Absprungrate, keine Conversions). Trotzdem heiße ich jeden Besucher willkommen und optimiere jedes Bild mit einem Keyword.

Stelle sicher, dass der Dateiname des Bildes dein Keyword enthält (zum Beispiel: onpage-seo.jpg oder onpage_seo.jpg). Dein Keyword sollte sich auch im Alt Text befinden.

onpage-seo-bildoptimierung

Die Bildoptimierung ist auch deshalb wichtig, damit Google deinen Content besser identifizieren kann, was deine Rankings verbessert.

Wenn dein Bild nicht ordentlich optimiert wurde und beispielsweise “Button.jpg” oder “klicke-hier.jpg” heißt, ist das Thema verfehlt.

Nutze die Infografik

Wenn du dabei bist, einen neuen Artikel zu schreiben, nutze die Infografik und klappere jeden Punkt ab. So gehst du sicher, dass die OnPage-Optimierung deiner Artikel ordentlich ist und du für deine Arbeit mit den bestmöglichen Rankings ausgezeichnet wirst.

Ich hoffe, dass dir der Artikel gefällt und dir die Infografik bei deiner OnPage SEO behilflich sein wird. Wenn du meine Hilfe brauchst, kannst du gerne mit einem Klick auf den Button unten ein Angebot anfordern.